Schneemanns Bettenlotterie bedroht Wahlfreiheit
FPÖ-Jaksch: „Schneemanns einarmiger Pflegebandit macht Pflegeplatzsuche zur Behördenlotterie!“
Mit scharfer Kritik reagiert der FPÖ-Pflege- und Seniorensprecher LAbg. Mario Jaksch auf das angekündigte zentrale Bettenmanagement des Landes Burgenland. Künftig soll das Land die volle Steuerung übernehmen und Pflegeplätze nach eigenen Kriterien zuweisen.
„Schneemann beendet keine Bettenlotterie, er führt sie erst ein. Familien werfen ihren Antrag in den einarmigen Pflegebanditen des Landes, Schneemann zieht den Hebel und irgendwo kommt ein Pflegebett heraus. Welchen Stellenwert das Wunschheim wirklich besitzt und was bei einer Ablehnung passiert, bleibt völlig offen“, warnt Jaksch.
Bisher konnten Betroffene und Angehörige selbst bei jenen Heimen anfragen, die wegen ihrer Lage, ihres Trägers, ihrer Ausstattung oder der Nähe zur Familie infrage kamen. Die Suche war mitunter mühsam, aber die Entscheidung blieb bei den Familien. Künftig soll hingegen die Landesverwaltung bestimmen, welcher Platz nach ihren fachlichen und qualitativen Kriterien als geeignet gilt.
„Ein Pflegebett ist keine Aktennummer, sondern das neue Zuhause eines Menschen. Senioren dürfen nicht irgendwohin verwaltet werden, nur weil dieser Platz gerade in Schneemanns System passt. Die Wünsche der Familien lediglich anzuhören, ist noch lange keine freie Entscheidung“, betont Jaksch.
Die FPÖ fordert deshalb einerseits eine zentrale und aktuelle Übersicht über sämtliche freien Pflegeplätze und andererseits ein gesetzlich garantiertes Wahl- und Ablehnungsrecht für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen.
„Das Land darf informieren, beraten und unterstützen. Welches Pflegeheim zum neuen Zuhause wird, müssen aber die Betroffenen und ihre Familien entscheiden. Hände weg von der freien Heimwahl!”, stellt Jaksch klar.
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