Betriebe gerettet – aber was passiert mit den 200.000 Sektflaschen?
Die Sanierung des Traditionsbetriebes Hauswirth und der Firma A-Nobis ist eine erfreuliche Nachricht für das Burgenland. „Es ist gut, dass beide Unternehmen weitergeführt werden und dadurch viele Arbeitsplätze erhalten bleiben. Das ist eine wichtige Entscheidung für die betroffenen Mitarbeiter, ihre Familien und die regionale Wirtschaft“, betont FPÖ-Klubobmann Norbert Hofer.
Während die Produktion von Hauswirth unter neuer Führung in Kittsee bestehen bleibt, wird die Sektkellerei A-Nobis in Gols mit reduzierten Kapazitäten weitergeführt. Doch eine zentrale Frage bleibt weiterhin unbeantwortet:
Wo bleiben die 200.000 Sektflaschen des Landes
Norbert Hofer stellt klar: „Im Jahr 2023 kaufte die burgenländische Wirtschaftsagentur rund 200.000 Flaschen Sekt von A-Nobis, um die Liquidität des Unternehmens zu sichern. Vor der Landtagswahl wurde versprochen, dass es bereits einen Käufer gibt. Jetzt, Monate später, sind die Flaschen aber noch immer nicht verkauft. Was ist hier schiefgelaufen?“
LAbg. Mario Jaksch ergänzt: „Die Wirtschaftsagentur betont zwar, dass keine finanziellen Belastungen für das Land entstehen und es laufende Gespräche mit potenziellen Käufern gibt. Doch wenn es tatsächlich Interessenten gibt – warum hat die Landesregierung noch immer keine Klarheit geschaffen? Warum dauert der Verkauf so lange?“
„Die burgenländische Bevölkerung hat ein Recht darauf zu erfahren, was mit Steuergeld finanzierten Wirtschaftsexperimenten tatsächlich passiert. Ankündigungen vor Wahlen müssen sich auch danach bewahrheiten“, so Hofer und Jaksch abschließend.