Doskozils Vier Blätter Geheimnis
Krankenhaus Gols Jaksch: 89.125 Euro pro Blatt für Doskozils Spitalsplanung
Die Standortentscheidung für das geplante Krankenhaus in Gols wird immer fragwürdiger.
Wie der Kurier berichtet, umfasst die sogenannte EPIG Studie offenbar lediglich vier Blätter. Gemeinsam mit dem Masterplan Spitäler und dem Regionalen Strukturplan Gesundheit kostete das Planungspaket insgesamt 356.500 Euro inklusive Umsatzsteuer.
Rechnerisch entspricht das 89.125 Euro je Blatt der EPIG Analyse.
Vier Blätter, jahrelang unter Verschluss
89.125 Euro pro DIN-A4-Blatt Papier sind selbst für Doskozils Verhältnisse eine stolze Summe. Noch teurer wird es aber, wenn diese vier Seiten jahrelang vor der Öffentlichkeit versteckt werden.
Besonders dreist ist der Umgang des Landes mit der Informationsfreiheit. Seit Oktober 2025 bemühten sich die NEOS um Einsicht. Das Land und der Burgenländische Gesundheitsfonds verweigerten die Auskunft.
Erst zwei Stunden vor der öffentlichen Verhandlung beim Landesverwaltungsgericht wurden die Unterlagen veröffentlicht.
Wer nichts zu verbergen hat, handelt anders
Wer nichts zu verbergen hat, muss Unterlagen nicht bis unmittelbar vor einer Gerichtsverhandlung unter Verschluss halten.
Doskozil soll endlich erklären, wer Gols ausgewählt hat und auf welcher konkreten Grundlage diese Entscheidung gefallen ist.
Laut den nun bekannt gewordenen Unterlagen wurde neben Kittsee, Parndorf und Gols auch Frauenkirchen als geeigneter Standort bewertet.
Warum dennoch Gols, mitten im Naturschutzgebiet, den Zuschlag erhielt, bleibt offen.
Die Burgenländer haben ein Recht auf die Wahrheit
Ich fordere die vollständige Veröffentlichung aller Entscheidungsgrundlagen, Bewertungen, Regierungsprotokolle und Kosten.
Die Burgenländer bezahlen dieses Krankenhaus. Daher haben sie ein Recht darauf, die ganze Wahrheit über seine Entstehung zu erfahren.
Euer: 
Artikel
Kurier: Kurz vor Gerichtsverhandlung veröffentlicht Land Unterlagen
Kurier: Klinik Gols: Eine „geheime“ Studie und andere offene Fragen



