Digitale Schlüssel für analoge Behörden
FPÖ-Jaksch: „Das Land muss digital werden, der Bürger darf analog bleiben.”
Beim Seniorentag auf der Inform Oberwart warb das Land Burgenland für die Registrierung der ID-Austria. Für den FPÖ Seniorensprecher und Sprecher für den öffentlichen Dienst, Mario Jaksch, ist das grundsätzlich ein sinnvoller Schritt. Allerdings brauche es neben dem digitalen Zugang endlich auch eine Landesverwaltung, die ihre Leistungen durchgängig online anbietet.
„Das Land verteilt digitale Schlüssel, obwohl damit auf Landesebene noch viel zu wenige Türen geöffnet werden können. Einzelne Onlineformulare sind noch keine digitale Verwaltung. Bürger müssen Anträge zentral einbringen, Unterlagen nachreichen, den Bearbeitungsstand verfolgen und Bescheide sicher abrufen können“, erklärt Jaksch.
Der FPÖ-Abgeordnete fordert ein gemeinsames digitales Bürgerportal des Landes. Künstliche Intelligenz soll die Verwaltung dabei unterstützen, Anträge vorzuprüfen, fehlende Unterlagen zu erkennen, Zuständigkeiten schneller zu klären und einfache Verfahren deutlich zu beschleunigen. Die Verantwortung für behördliche Entscheidungen müsse jedoch weiterhin bei Menschen liegen.
„Eine moderne Verwaltung spart den Bürgern Wege und den Mitarbeitern unnötige Routinearbeit. Sie ist rund um die Uhr erreichbar, transparent und schnell. Genau daran muss sich die Digitalisierung des Landes messen lassen“, unterstreiche Jaksch.
Gleichzeitig dürfe jedoch niemand zur digitalen Abwicklung gezwungen werden. Jede wesentliche Landesleistung muss weiterhin persönlich, telefonisch oder schriftlich zugänglich bleiben.
„Digitalisierung muss Freiheit schaffen und darf keine neuen Hürden errichten. Unser Grundsatz ist klar: Das Land muss digital werden, der Bürger darf analog bleiben“, betont Jaksch.



