Asbest-Taskforce im Blindflug
FPÖ-Jaksch: „Ein Spaziergänger findet, was der roten Taskforce monatelang verborgen blieb“
Hinter dem Feuerwehrhaus in Neusiedl am See wurde auf einem rund zehn Meter langen Schotterstreifen Asbest nachgewiesen. Das verdächtige Material wurde nicht durch die angeblich seit Monaten tätige Taskforce des Landes entdeckt, sondern durch einen Spaziergänger. Er entnahm Proben und verständigte die Bezirkshauptmannschaft. Ein Gutachten bestätigte inzwischen den Asbestinhalt.
„Ein Bürger geht mit seinem Hund spazieren und findet direkt hinter dem Feuerwehrhaus asbesthaltiges Material. Gleichzeitig erklärt uns das Land seit Monaten, seine Taskforce arbeite auf Hochtouren. Das ist kein Vorsorgeprinzip, sondern ein gefährliches Zufallsprinzip“, kritisiert FPÖ-Bezirksparteiobmann und Landtagsabgeordnete Mario Jaksch.
Der Fund zeige, dass es nicht ausreiche, bekannte Stellen zu messen und auf Meldungen aus der Bevölkerung zu warten. Unklar ist derzeit, wie stark der Schotter belastet ist, woher er stammt und wann er aufgebracht wurde.
Jaksch fordert daher die sofortige Sicherung des betroffenen Bereichs, eine fachgerechte Untersuchung sowie eine systematische Erhebung möglicher weiterer Fundstellen im Bezirk.
Jaksch betont ausdrücklich, dass es nicht um Panikmache gehe. „Wir wollen keine Hysterie und keine unnötige Verunsicherung der Bevölkerung. Aber gerade weil Lebensqualität, Wirtschaft und Tourismus im Burgenland von großer Bedeutung sind, braucht es rasche Aufklärung, klare Fakten und eine systematische Suche nach möglichen weiteren Fundstellen.“
Abschließend stellt Jaksch klar: „Die entscheidende Frage lautet: Wie viele belastete Flächen liegen noch unentdeckt neben Spielplätzen, Straßen oder öffentlichen Gebäuden? Die Landesregierung muss endlich suchen, statt nur zu beschwichtigen. Wenn aufmerksame Bürger die Arbeit der Taskforce übernehmen müssen, ist das politische Versagen offensichtlich.“
Artikel:
MeinBezirk vom 24.08.2026: Asbest-Fund direkt beim Feuerwehrhaus bestätigt



