Kranksein wird zur Kostenfalle
FPÖ-Jaksch kritisiert eine überfallsartige Belastung für öffentlich Bedienstete, ältere Menschen und chronisch Kranke.
„Die Verdoppelung des BVAEB Behandlungsbeitrags von 10 auf 20 Prozent ist der nächste Griff in die Taschen jener Menschen, die jahrzehntelang diesen Staat getragen haben“, kritisiert FPÖ-Landtagsabgeordneter Mario Jaksch die mit 1. Juni schlagartige Erhöhung der Selbstbeiträge für Versicherte der BVAEB.
Besonders betroffen seien öffentlich Bedienstete, Pensionisten, ältere Menschen und chronisch Kranke. „Das ist doppelte Abzocke. Zuerst werden die Menschen mit einer Diensterhöhung abgespeist, die von der Teuerung längst aufgefressen wird. Dann müssen sie beim Arztbesuch noch einmal tiefer in die Tasche greifen. Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle treuen Staatsdiener und Leistungsträger“, zeigt sich Jaksch empört.
Für Jaksch zeigt diese Maßnahme, wie Finanzminister Markus Marterbauer und Sozialministerin Korinna Schumann das budgetäre Versagen der Bundesregierung auf dem Rücken der Bürger sanieren. „Schwarz, Rot und Pink beklatschen den öffentlichen Dienst in Sonntagsreden. Wenn es aber konkret wird, lassen sie genau jene Menschen im Stich, die Schulen, Verwaltung, Sicherheit, Gesundheit und Infrastruktur am Laufen halten. Das ist verlogen und respektlos.“
Besonders schwer wiege, dass die Erhöhung praktisch überfallsartig bekannt geworden sei. „Ältere Menschen und chronisch Kranke suchen sich ihre Arztbesuche nicht aus. Wer häufiger medizinische Hilfe braucht, wird jetzt besonders hart getroffen. Die Pensionisten und öffentlich Bediensteten sind nicht der Bankomat für Krankenkassen, politische Fehlentscheidungen und leere Budgets“, betont Jaksch.
Die FPÖ fordert daher ein sofortiges Umdenken. Statt Versicherte zusätzlich zu belasten, müsse endlich dort gespart werden, wo aufgeblähte Strukturen, politische Versorgungsposten und ineffiziente Verwaltung das System teuer machen. „Gesundheit darf nicht zur Kostenfalle werden. Wer krank ist, braucht Hilfe und keine Strafzahlung. Diese Erhöhung muss zurückgenommen werden“, stellt Jaksch klar.



