Digitale Schikane statt Service: ID Austria überfordert Senioren im Burgenland

FPÖ-Jaksch: „System Doskozil wälzt eigenes Versagen auf Gemeinden ab.“

Die Einführung der ID Austria entwickelt sich im Burgenland zunehmend zum Problem für ältere Menschen. Was als Vereinfachung angekündigt wurde, entpuppt sich in der Praxis als realitätsferne Digitalisierung, die viele Senioren massiv überfordert.

„Wenn für einfachste Behördenwege plötzlich mehrere Geräte und technisches Wissen notwendig sind, zeigt das die ganze Inkompetenz dieses Systems“, kritisiert FPÖ-Seniorensprecher Mario Jaksch. Gerade ältere Menschen verfügen oft weder über die notwendige Ausstattung noch über die digitalen Kenntnisse, um die neuen Anforderungen zu bewältigen.

Anstatt funktionierende Lösungen anzubieten, verlagert das System Doskozil die Verantwortung einfach weiter. Gemeinden, Vereine und Ehrenamtliche müssen nun die Versäumnisse der Politik ausbaden. „Das ist keine Entlastung, sondern eine klare Verantwortungsflucht. Die Probleme werden nach unten durchgereicht, während man sich politisch selbst feiert“, hält Jaksch fest.

Besonders kritisch sieht er die zunehmende Entfremdung der Verwaltung von der Lebensrealität der Bevölkerung. Digitalisierung dürfe kein Selbstzweck sein, sondern müsse den Menschen dienen und nicht umgekehrt.

„Fortschritt bedeutet nicht, dass man Menschen ausschließt. Wer nicht digital fit ist, darf nicht vor verschlossenen Türen stehen“, stellt Jaksch klar.

Die FPÖ fordert daher eine klare Absicherung analoger Behördenwege sowie eine praxistaugliche und verständliche Gestaltung digitaler Systeme. Für Jaksch steht fest: „Eine funktionierende Verwaltung muss für alle da sein, nicht nur für jene, die technisch mithalten können.“