Tunkls neueste Erkenntnis: Badewetter schadet Badetourismus.
FPÖ-Jaksch: „Tunkls Wetterbericht ersetzt kein Tourismuskonzept!“
Während die Tourismusregionen in der Mitte und im Süden des Burgenlandes zulegen, verliert der Norden weiter an Boden. Allein im Juli gingen die Nächtigungen im Nordburgenland um drei Prozent zurück. Tourismusdirektor Didi Tunkl hat dafür eine bemerkenswerte Erklärung gefunden: Es war zu heiß.
„Darauf muss man erst einmal kommen. Am Neusiedler See bleiben bei bestem Badewetter die Gäste aus und das Badewetter soll schuld sein. Nach dieser Logik müssten wir wohl auf einen kalten, verregneten Sommer hoffen, damit der Seetourismus endlich wieder floriert”, merkt FPÖ-Bezirksparteiobmann und Landtagsabgeordnete Mario Jaksch sarkastisch an.
Über Jahrzehnte war der Bezirk Neusiedl am See das Zugpferd des burgenländischen Tourismus. Nun verlieren die traditionellen Seegemeinden deutlich an Übernachtungsgästen, während Thermenorte wie Lutzmannsburg und Bad Tatzmannsdorf die Landesbilanz retten.
„Der See ist da, die Sonne scheint und die Menschen suchen Abkühlung. Wenn sie trotzdem nicht zu uns kommen, dann hat nicht das Wetter versagt, sondern das Tourismusmanagement von Doskozil und Tunkl“, kritisiert Jaksch.
Auch die Gäste des Nova-Rock Festivals können nicht darüber hinwegtäuschen, dass dem Norden abseits weniger Großveranstaltungstage eine klare Strategie fehlt. Jaksch fordert daher ein eigenes Maßnahmenpaket für den Seewinkel, eine bessere Vermarktung sowie attraktive und bezahlbare Angebote rund um den See.
„Tunkls Wetterbericht ersetzt kein Tourismuskonzept. Der Norden braucht endlich Aufmerksamkeit, Investitionen und eine Führung, die seine Stärken erkennt, statt für jedes Minus eine neue Ausrede zu erfinden“, stellt Jaksch klar.
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