Pflegegutachten unter Kritik: FPÖ-Jaksch fordert faire Einstufung und mehr Kontrolle
FPÖ-Landtagsabgeordneter Mario Jaksch verlangt transparente Begutachtungen und besseren Schutz für pflegebedürftige Menschen.
Immer mehr Betroffene berichten, dass ihr tatsächlicher Pflegebedarf bei Begutachtungen nicht ausreichend anerkannt wird. Für FPÖ-Landtagsabgeordneten Mario Jaksch ist klar, dass Pflegegutachten fair, nachvollziehbar und respektvoll erfolgen müssen.
„Wer Pflege braucht, muss sie auch bekommen. Wenn Menschen erst über Gerichtsverfahren zu einer korrekten Einstufung kommen, zeigt das ein ernstes Problem im System“, erklärt Jaksch.
Eine aktuelle Studie im Auftrag der Arbeiterkammer Oberösterreich zeigt deutliche Missstände bei Begutachtungen. Viele Betroffene berichten von respektlosem Umgang oder davon, dass ihre gesundheitlichen Einschränkungen nicht ausreichend berücksichtigt werden. Laut Umfragen empfinden 70 Prozent der Antragsteller die Untersuchungen als wenig oder gar nicht respektvoll.
Für Jaksch geht es dabei um mehr als nur Verwaltungsfragen. „Gerade ältere oder kranke Menschen befinden sich in einer besonders schwierigen Situation. Sie haben Anspruch auf eine sachliche Begutachtung und auf einen respektvollen Umgang.“
Besonders problematisch sei, dass viele Einstufungen erst nach Beschwerden oder Gerichtsverfahren korrigiert werden. „Das darf nicht der Normalfall sein. Entscheidungen über Pflegegeld betreffen die Lebensrealität von Menschen und müssen daher transparent und nachvollziehbar erfolgen.“
Jaksch unterstützt daher die Forderung nach einem unabhängigen Qualitäts- und Kontrollmechanismus für Begutachtungen. Auch der erleichterte Zugang zu rechtlichem Beistand für Betroffene müsse verbessert werden.
Gerade im Burgenland mit einer älteren Bevölkerungsstruktur sei eine funktionierende Pflegebegutachtung besonders wichtig. „Die Menschen im Burgenland verdienen ein System, das ihre Situation ernst nimmt und ihnen die Unterstützung gewährt, die sie tatsächlich brauchen.“
Für Jaksch ist klar: „Pflege ist eine Frage von Würde. Wer Hilfe braucht, darf nicht zuerst um sein Recht kämpfen müssen.“



