Pflegebett nach Landhaus-Plan
FPÖ-Jaksch: „Pflege braucht Nähe statt Reißbrett-Planung”
Gegen die geplante zentrale Vergabe von Pflegebetten durch das Land spricht sich der FPÖ-Pflege- und Seniorensprecher Mario Jaksch aus: „Wer einen Pflegeplatz braucht, befindet sich ohnehin in einer schwierigen Lebenssituation. Diese Familien brauchen Unterstützung, Wahlfreiheit und verlässliche Ansprechpartner. Sie brauchen keinen Landesrat, der vom Schreibtisch aus über ihren nächsten Lebensabschnitt bestimmen will.”
Nach aktuellen Berichten fehlen für das angekündigte Bettenmanagement weiterhin die rechtlichen Voraussetzungen. Ob der notwendige Landtagsbeschluss noch in diesem Jahr erfolgt, ist unklar.
„Schneemann spricht von der Einbindung der Familien. Sein Modell läuft aber auf einen einfachen Grundsatz hinaus: Wünsche erlaubt, entschieden wird im Landhaus. Das ist keine echte Wahlfreiheit“, warnt Jaksch.
„Schneemann kündigt an, verspricht und organisiert um. Monate später fehlen immer noch die Grundlagen. Dieser Problem-Landesrat liefert selbst die besten Argumente dagegen, ihm auch noch die zentrale Pflegebettenvergabe anzuvertrauen”, kritisiert Jaksch.
Für Jaksch steht fest: „Ein freies Bett ist noch lange nicht der richtige Pflegeplatz. Es geht um eine vertraute Umgebung, die Nähe zu Kindern und Enkeln sowie die persönlichen Bedürfnisse der Betroffenen. Pflege lässt sich nicht am Reißbrett organisieren.“
Jaksch fordert deshalb, die Entscheidung über einen Pflegeplatz bei den Betroffenen und ihren Familien zu belassen. Das Land müsse dafür ausreichende Angebote, transparente Informationen und unabhängige Beratung sicherstellen.
„Warum sollen Pflegebedürftige und ihre Familien den Preis für Doskozils Zentralisierungswahn bezahlen? Wer die Pflege verbessern will, muss Versorgung ermöglichen und Wahlfreiheit sichern. Nicht noch mehr Macht im Landhaus sammeln“, fordert Jaksch.
Artikel:
Kronenzeitung: Pflegeplätze: Der Weg zur zentralen Vergabe



